Liebe Urjenenser und alle, die uns besuchen,



viele von euch kennen Jena bestimmt schon sehr lange. Doch wie fühlt es sich wohl an, durch die uns bekannten Straßen zu laufen und sie zum ersten Mal zu sehen? Für Sarah, die aus York in England kommt und für einige Monate Fremdsprachenassistentin in unserer Klasse war, ist Jena jetzt auch kein fremder Ort mehr. Vielleicht, weil wir ein bisschen nachgeholfen haben? 🙂 Wir, der Englischkurs der 11. Klasse, haben uns überlegt, dass wir Sarah doch zeigen könnten, was sie unbedingt in Jena gesehen haben sollte. Also bereiteten wir eine Stadtführung auf Englisch vor und stellten ihr unter anderem die Stadtkirche, den Schnapphans und das Planetarium, sowie einige Cafés vor.

Sarah, die Kuchen und gutes Essen liebt, war sehr interessiert. Im Nachhinein haben wir allerdings festgestellt, dass sie in ihrer kurzen Zeit hier schon einige Plätze in und um Jena kennt, die manche von uns noch nie gesehen haben…
Wie auch immer, auch für uns war es interessant, die berühmtesten Plätze Jenas nochmal auf Englisch vorzustellen! Wir hoffen, dass Sahra viel von uns mitnimmt und gut wieder nach Hause kommt 🙂

Verfasser: Johanna M. Emmerich

„Vorsicht, Demokratie!“

Autorin: Ch. Peuker, Bilder: N. Gimper

Im Rahmen der anstehenden Landtagswahlen in Thüringen im Oktober dieses Jahres, machten sich die Klassen 11s 1 und 2 sowie der Leistungskurs Sozialkunde am Montag, den 16. September auf den Weg nach Erfurt, um dort mit anderen Schülern aus ganz Thüringen an dem Barcamp „Vorsicht, Demokratie!“ teilzunehmen.

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Das Barcamp, mit welchem unsere Schule bereits letztes Schuljahr einen Workshop gemacht hatte, folgt dem Motto der ‚gelebten Demokratie‘, was bedeutet, dass der Tag auf einer gewissen Grundstruktur beruht, die Schüler allerdings selber entscheiden welche politischen Themen an diesem Tag behandelt werden. Die Veranstalter, Maja Kant und Toni Lütgenau, bieten die Möglichkeit in sogenannten „Sessions“ unterschiedliche Themenbereiche zu diskutieren, welche vorher mithilfe der demokratischen Mehrheit von den Teilnehmern selber bestimmt werden. Anschließend können diese sich je nach ihren Interessen in eine Session begeben. Vorteilhaft daran ist, dass immer wieder  gewechselt werde kann, falls der- oder diejenige schon alles gesagt hat und sich vielleicht nochmal einer anderen Diskussionsrunde anschließen möchte.

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Also an eben diesen Montag begaben sich die rund 35 Schüler der Oberstufe samt Lehrer in den Thüringer Landtag, um begierig ihre Meinung mit anderen zu teilen und/oder zu diskutieren. Dabei fing es schon interessant an, denn mit Blick auf die Wahlen wurden auch Politiker der verschieden, im Parlament sitzenden, Parteien CDU, SPD, die Grüne/Bündnis 90, FDP und die Linke eingeladen (die AfD war ausgeschlossen worden). Diese durften dann jeweils Themen ziehen und innerhalb einer Minute ihren Standpunkt bzw. den ihrer Partei darlegen. Mit ersten Anregungen durften darauf wir Schüler ans Werk und schrieben manche mehr, manche weniger eifrig Themen auf, die sie gern in den anstehenden Sessions aufgreifen wollten. Anschließend wurden alle Themen vorgetragen und durch Mehrheitsentscheid in die Sessions gebracht. So folgten „Klimaschutz“ und „Tierschutz“, die „Cannabis-Legalisierung“ aber auch „Steuerpolitik“ und „Umgang mit psychischen Erkrankungen von Schülern“ sowie „Rechtsextremismus/-populismus“ waren hoch im Kurs. Es wurde versucht, so ausführlich wie möglich zu diskutieren und das Ziel, sich am Ende auf drei Statements innerhalb der Gruppen zu einigen, war nicht immer einfach. Doch genau das griff das Motto des Tages auf, die „gelebte Demokratie“ besteht aus vielen Meinungen und sich letztendlich auf eine zu einigen ist immer wieder schwer. Ein gutes Schaubild der Politik auf vielen Ebenen, wenn man so will.

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Das allgemeine Fazit des Tages war positiv. Zwar hätten viele noch gern weiterargumentiert, doch der Austausch auch außerhalb des Sozialkundeunterrichts und der vertrauten Meinungen der Mitschüler war für uns Schüler eine Chance, sich anderen politischen Ansichten, aber auch gleichen Ideen zu stellen.

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Haft, Diktatur, Revolution. Thüringen 1949-89

27.-29.9.2018

Drei spannende Tage erlebten unsere Schüler_innen der beiden 10. Klassen in Weimar und Erfurt. Begleitet von Geschichtslehrer Herrn Ohlhorst und der Schulsozialarbeiterin Frau Flämmich-Winkler lernten die Schülerinnen und Schüler „am anderen Ort“. Sie tauchten ein in die thüringische und deutschte Geschichte zwischen 1949 und 1989 und führten Gespräche mit Zeitzeugen.

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„Als Paul über das Meer kam“

Der etwas andere Dokumentarfilm zu Migration mit anschließender Fragerunde mit dem Hauptdarsteller

Autor: Tobias Nehrdich
Am Mittwoch, den 22.11.2017, besuchte die Klasse 11s im Rahmen der SchulKinoWoche das „Kino im Schillerhof“. Auf dem Programm stand der Film „Als Paul über das Meer kam“ des Grimme-Preis-Trägers Jakob Preuss. Der Regisseur erzählt in diesem in vielerlei Hinsicht besonderen Film von seiner gewachsenen Verbindung zu dem Geflüchteten Paul Nkamani.

 

Paul Nkamani, Herr Preuss und die 11s der Kaleidoskop Schule

Paul Nkamani, Herr Preuss und die 11s der Kaleidoskop Schule

Preuss begegnet Nkamani zum ersten Mal, als er entlang der Außengrenzen Europas auf Recherchereise ist. Kurz darauf ergattert Paul einen begehrten Platz auf einem Schlauchboot nach Europa, doch die Überfahrt nimmt einen tragischen Ausgang: Die Hälfte seiner Mitreisenden stirbt, Paul überlebt. Der Regisseur sieht die erschütternden Bilder der Rettung im Fernsehen und begibt sich auf die Suche nach Paul. Er findet ihn in einem spanischen Rote-Kreuz-Heim wieder. Jakob muss sich entscheiden: Soll er Paul aktiv bei seinem Streben nach einem besseren Leben unterstützen oder in der Rolle des beobachtenden Filmemachers bleiben? Viereinhalb Jahre nachdem Pauls Odyssee begonnen, er seine Mutter in Kamerun verlassen hat und seinen Vater beerdigen musste, obwohl ihm schon einfache Antibiotika geheilt hätten, zieht er zu Jakobs Eltern ins ehemalige Kinderzimmer des Regisseurs. Und doch bleibt seine Zukunft in Deutschland ungewiss… Der Trailer, zu finden mit der Suchmaschine des Vertrauens, gibt einen ersten Einblick in diesen wunderbaren Film.
In besonderem Maße großartig war, dass wir im Anschluss an den Film mit dem charismatischen Hauptdarsteller Paul Nkamani und dem Vater des Regisseurs, bei dem Paul wohnt, ins Gespräch kommen konnten. Das half uns, das Einzelschicksal Pauls besser zu verstehen und verschiedene Blickwinkel miteinander zu verschränken. Welche Beweggründe hatte Paul dafür, sein vertrautes Umfeld, mit Orten und Menschen die er liebt, zu verlassen? Wie begegneten ihm die Menschen auf seiner Flucht und hier in Deutschland? Wie positioniert er sich (und der Vater des Regisseurs) selbst bei Fragen um den Umgang mit Flüchtlingen, Obergrenzen und Nächstenliebe? Darüber hinaus wurden aber auch Fragen hinsichtlich der europäischen Flüchtlings- und Abschottungspolitik vom Publikum gestellt. Haben die Europäer aufgrund ihrer kolonialen Vergangenheit (Sklavenhandel, wirtschaftliche Ausbeutung…) und ihrer problematischen Subventionspolitik (mit finanziellen Mitteln verbilligte Lebensmittel, die die afrikanischen Märkte überschwemmen, wobei sie die Lebensmittelproduktion vor Ort verhindern, da die europäischen Produkte trotz des langen Transportweges viel günstiger sind)  Anteil an den bescheidenen, teilweise aussichtslosen Lebensbedingungen in Afrika? Was können wir als Gesellschaft für Flüchtlinge tun, und was nicht?
Die Schüler der 11s sahen sich konfrontiert mit ihrer eigenen Haltung zum Thema Umgang mit Geflüchteten und der Frage, wie wir Menschen gut gemeinsam leben können. Dankbar und beeindruckt vom Film, vom Gespräch und damit von der Möglichkeit, dieses komplexe Thema tiefer zu verstehen, kehrten wir mit vielen neuen Eindrücken nach Hause zurück. Getragen von dem ambivalenten Gefühl, dass wir einfach nur Glück hatten, genau hier in Deutschland geboren zu sein…

 

Klasse 11s und T. Nehrdich

Geschichtsfahrt der 10er nach Weimar

Autorin: Johanna Emmerich

 

„Lernen am anderen Ort“ klingt ja erstmal nicht so spannend. Ist es aber, denn die drei Tage die wir 10er in Weimar anlässlich des DDR-Projektes waren, sind für uns sehr interessant und auch überraschend gewesen. Begleitet von Herrn Ohlhorst und Frau Flämmich-Winckler und untergeberacht in einer zugegebener Maßen ziemlich coolen Jugendherberge mitten in Weimar haben wir am Montag nach der Anfahrt erstmal die Leute kennengelernt, die uns in der Zeit von Montag bis Mittwoch durch das Projekt führen würden.

Erste Frage: Was ist die DDR? Wissen wir doch. Aber nach diesen drei Tagen wird auch manches klarer gewesen sein. Dass es kein Gut und Böse gibt, sondern auch viele Stufen dazwischen. Man kann eben nicht alles in eine Schublade stecken. In den folgenden Tagen waren wir zudem in der Andreasstraße in Erfurt. Hier war damals ein Gefängnis. Auch hiervon haben wir viel mitgenommen. Am Mittwoch sind wir in Weimar dann schließlich selbst losgezogen, um Zeitzeugen zu befragen. Hierbei wurde wieder sehr deutlich: Die DDR hat jeder anders empfunden. Insgesamt war es für uns sehr lehrreich und auf jeden Fall ist „Lernen am anderen Ort“ etwas, was man erleben kann, eben anders als ein Text im Lehrbuch.

 

Die Klassenfahrt der Delfine und Pferde nach Bad Sulza

vom 17. Bis 19. Mai 2017

AutorInnen: Marta, Theresa, Mika, Anna

 

Mittwoch:

Wir sind 09:30 Uhr losgefahren und ca. 10:30 Uhr in Bad Sulza angekommen. Nach der Ankunft haben wir das Gepäck ausgepackt und gespielt. Nach dem Spielen und dem Mittagessen haben wir die Zimmer aufgeteilt und eingerichtet. Am Nachmittag haben wir uns in 4 Gruppen eingeteilt und eine Stadtrallye durch Bad Sulza gemacht. Am Ende gab es für jeden von uns eine kostenlose Kugel Eis.

Delfine

Donnerstag:

Am nächsten Tag haben wir ein Mittelalterturnier gemacht. Dabei konnten wir Bogenschießen, Hufeisen werfen, Lanzen stechen und ein Mann hat uns die Rüstung und Waffen des Mittelalters erklärt. Nach dem Mittagessen und einer kleinen Mittagsruhe haben wir eine lange Wanderung gemacht. Am Ende des Tages durften wir uns noch ein Eis in der Jugendherberge aussuchen. Am Abend gab es noch ein Lagerfeuer mit leckerem Stockbrot.

Pferde

Freitag:

Am letzten Tag waren wir in der Maskenmanufaktur in Bad Sulza. Dort gab es witzige, schöne und komische Masken. Und natürlich gab es dort auch Perücken und Hüte. Frau Seliger und Frau Martick haben schöne Fotos gemacht. Als wir wieder zurück in der Jugendherberge waren, haben wir noch Mittag gegessen. Gegen 12:30 Uhr sind wir losgefahren und 13:30 Uhr wieder an der Schule angekommen.