Haft, Diktatur, Revolution. Thüringen 1949-89

27.-29.9.2018

Drei spannende Tage erlebten unsere Schüler_innen der beiden 10. Klassen in Weimar und Erfurt. Begleitet von Geschichtslehrer Herrn Ohlhorst und der Schulsozialarbeiterin Frau Flämmich-Winkler lernten die Schülerinnen und Schüler „am anderen Ort“. Sie tauchten ein in die thüringische und deutschte Geschichte zwischen 1949 und 1989 und führten Gespräche mit Zeitzeugen.

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„Als Paul über das Meer kam“

Der etwas andere Dokumentarfilm zu Migration mit anschließender Fragerunde mit dem Hauptdarsteller

Autor: Tobias Nehrdich
Am Mittwoch, den 22.11.2017, besuchte die Klasse 11s im Rahmen der SchulKinoWoche das „Kino im Schillerhof“. Auf dem Programm stand der Film „Als Paul über das Meer kam“ des Grimme-Preis-Trägers Jakob Preuss. Der Regisseur erzählt in diesem in vielerlei Hinsicht besonderen Film von seiner gewachsenen Verbindung zu dem Geflüchteten Paul Nkamani.

 

Paul Nkamani, Herr Preuss und die 11s der Kaleidoskop Schule

Paul Nkamani, Herr Preuss und die 11s der Kaleidoskop Schule

Preuss begegnet Nkamani zum ersten Mal, als er entlang der Außengrenzen Europas auf Recherchereise ist. Kurz darauf ergattert Paul einen begehrten Platz auf einem Schlauchboot nach Europa, doch die Überfahrt nimmt einen tragischen Ausgang: Die Hälfte seiner Mitreisenden stirbt, Paul überlebt. Der Regisseur sieht die erschütternden Bilder der Rettung im Fernsehen und begibt sich auf die Suche nach Paul. Er findet ihn in einem spanischen Rote-Kreuz-Heim wieder. Jakob muss sich entscheiden: Soll er Paul aktiv bei seinem Streben nach einem besseren Leben unterstützen oder in der Rolle des beobachtenden Filmemachers bleiben? Viereinhalb Jahre nachdem Pauls Odyssee begonnen, er seine Mutter in Kamerun verlassen hat und seinen Vater beerdigen musste, obwohl ihm schon einfache Antibiotika geheilt hätten, zieht er zu Jakobs Eltern ins ehemalige Kinderzimmer des Regisseurs. Und doch bleibt seine Zukunft in Deutschland ungewiss… Der Trailer, zu finden mit der Suchmaschine des Vertrauens, gibt einen ersten Einblick in diesen wunderbaren Film.
In besonderem Maße großartig war, dass wir im Anschluss an den Film mit dem charismatischen Hauptdarsteller Paul Nkamani und dem Vater des Regisseurs, bei dem Paul wohnt, ins Gespräch kommen konnten. Das half uns, das Einzelschicksal Pauls besser zu verstehen und verschiedene Blickwinkel miteinander zu verschränken. Welche Beweggründe hatte Paul dafür, sein vertrautes Umfeld, mit Orten und Menschen die er liebt, zu verlassen? Wie begegneten ihm die Menschen auf seiner Flucht und hier in Deutschland? Wie positioniert er sich (und der Vater des Regisseurs) selbst bei Fragen um den Umgang mit Flüchtlingen, Obergrenzen und Nächstenliebe? Darüber hinaus wurden aber auch Fragen hinsichtlich der europäischen Flüchtlings- und Abschottungspolitik vom Publikum gestellt. Haben die Europäer aufgrund ihrer kolonialen Vergangenheit (Sklavenhandel, wirtschaftliche Ausbeutung…) und ihrer problematischen Subventionspolitik (mit finanziellen Mitteln verbilligte Lebensmittel, die die afrikanischen Märkte überschwemmen, wobei sie die Lebensmittelproduktion vor Ort verhindern, da die europäischen Produkte trotz des langen Transportweges viel günstiger sind)  Anteil an den bescheidenen, teilweise aussichtslosen Lebensbedingungen in Afrika? Was können wir als Gesellschaft für Flüchtlinge tun, und was nicht?
Die Schüler der 11s sahen sich konfrontiert mit ihrer eigenen Haltung zum Thema Umgang mit Geflüchteten und der Frage, wie wir Menschen gut gemeinsam leben können. Dankbar und beeindruckt vom Film, vom Gespräch und damit von der Möglichkeit, dieses komplexe Thema tiefer zu verstehen, kehrten wir mit vielen neuen Eindrücken nach Hause zurück. Getragen von dem ambivalenten Gefühl, dass wir einfach nur Glück hatten, genau hier in Deutschland geboren zu sein…

 

Klasse 11s und T. Nehrdich

Geschichtsfahrt der 10er nach Weimar

Autorin: Johanna Emmerich

 

„Lernen am anderen Ort“ klingt ja erstmal nicht so spannend. Ist es aber, denn die drei Tage die wir 10er in Weimar anlässlich des DDR-Projektes waren, sind für uns sehr interessant und auch überraschend gewesen. Begleitet von Herrn Ohlhorst und Frau Flämmich-Winckler und untergeberacht in einer zugegebener Maßen ziemlich coolen Jugendherberge mitten in Weimar haben wir am Montag nach der Anfahrt erstmal die Leute kennengelernt, die uns in der Zeit von Montag bis Mittwoch durch das Projekt führen würden.

Erste Frage: Was ist die DDR? Wissen wir doch. Aber nach diesen drei Tagen wird auch manches klarer gewesen sein. Dass es kein Gut und Böse gibt, sondern auch viele Stufen dazwischen. Man kann eben nicht alles in eine Schublade stecken. In den folgenden Tagen waren wir zudem in der Andreasstraße in Erfurt. Hier war damals ein Gefängnis. Auch hiervon haben wir viel mitgenommen. Am Mittwoch sind wir in Weimar dann schließlich selbst losgezogen, um Zeitzeugen zu befragen. Hierbei wurde wieder sehr deutlich: Die DDR hat jeder anders empfunden. Insgesamt war es für uns sehr lehrreich und auf jeden Fall ist „Lernen am anderen Ort“ etwas, was man erleben kann, eben anders als ein Text im Lehrbuch.

 

Die Klassenfahrt der Delfine und Pferde nach Bad Sulza

vom 17. Bis 19. Mai 2017

AutorInnen: Marta, Theresa, Mika, Anna

 

Mittwoch:

Wir sind 09:30 Uhr losgefahren und ca. 10:30 Uhr in Bad Sulza angekommen. Nach der Ankunft haben wir das Gepäck ausgepackt und gespielt. Nach dem Spielen und dem Mittagessen haben wir die Zimmer aufgeteilt und eingerichtet. Am Nachmittag haben wir uns in 4 Gruppen eingeteilt und eine Stadtrallye durch Bad Sulza gemacht. Am Ende gab es für jeden von uns eine kostenlose Kugel Eis.

Delfine

Donnerstag:

Am nächsten Tag haben wir ein Mittelalterturnier gemacht. Dabei konnten wir Bogenschießen, Hufeisen werfen, Lanzen stechen und ein Mann hat uns die Rüstung und Waffen des Mittelalters erklärt. Nach dem Mittagessen und einer kleinen Mittagsruhe haben wir eine lange Wanderung gemacht. Am Ende des Tages durften wir uns noch ein Eis in der Jugendherberge aussuchen. Am Abend gab es noch ein Lagerfeuer mit leckerem Stockbrot.

Pferde

Freitag:

Am letzten Tag waren wir in der Maskenmanufaktur in Bad Sulza. Dort gab es witzige, schöne und komische Masken. Und natürlich gab es dort auch Perücken und Hüte. Frau Seliger und Frau Martick haben schöne Fotos gemacht. Als wir wieder zurück in der Jugendherberge waren, haben wir noch Mittag gegessen. Gegen 12:30 Uhr sind wir losgefahren und 13:30 Uhr wieder an der Schule angekommen.